Rund 3 Kilometer entfernt von Luxor liegt das Tal am Rande der Wüste in West-Teben die „Totenstadt der Pharaone“. Schon die Memmnon-Kolosse, die seit vielen Jahrhunderten den schmalen Talzugang bewachen, flößen Respekt ein. Bis heute wurden hier 64 Gräber entdeckt. Archäologen gehen aber davon aus, dass unter dem Geröll noch viele unbekannte Grabstätten liegen. Leider haben Grabräuber während der vergangenen Jahrhunderte immer wieder großen Schaden an den Gräbern angerichtet. So gingen viele der wertvollen Grabbeigaben an den Schwarzmarkt verloren. Die geöffneten Gräber samt der einbalsamierten Leichen waren auch den sehr seltenen, aber zerstörerischen Fluten bei Regenfällen schutzlos ausgeliefert.
Am berühmtesten ist das Grab Nummer KV 62. KV steht für „Kings Valley“. Der Englänger Howard Carter entdeckte 1922 hier das Grab des Pharaos Tut-Anch-Amon, einem mutmaßlichen Sohn Echnatons. Die Grabstätte war im Gegensatz zu vielen anderen nicht das Opfer von Grabräubern, sondern kann in voller Pracht, mit allen Schätzen und Zeichnungen besichtigt werden. Auch der letzte große Herrscher Ägyptens, Ramses der Dritte, wurde hier bestattet, also einbalsamiert und mit unermesslichen Schätzen versehen im Berg für die Ewigkeit eingemauert. Sein Grab trägt die Bezeichnung KV 11, wobei sich dieses Grab von den meisten anderen dadurch unterscheidet, dass es weit mehr als nur eine Totengruft ist. KV 11 ist mit über 720 Quadratmetern ein weitläufiger Palast unter der Erde.
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Filmaufnahmen sind übrigens im Tal der Könige verboten. Wer eine Videokamera mit sich führt, muss diese am Eingang abgeben. Fotografieren ist erlaubt, allerdings nicht innerhalb der Grabstätten. Ausnahme: Manche Veranstalter bieten sogenannte Foto-Tickets an, die zu Fotoaufnahmen (ohne Blitz!) innerhalb der Gräber berechtigen.
Wer nach so viel unterirdischen Sehenswürdigkeiten Lust auf einen Fußmarsch hat, sollte unbedingt dem Wanderweg auf die nächste Bergkuppe folgen. Von dort oben bietet sich ein einmaliger Ausblick auf den Totentempel der Hatschepsut im nächsten Tal. Sie war eine legendäre Herrscherin über das alte Ägypten, und die riesigen Tempelanlagen wirken von weitem sogar noch beindruckender als aus der Nähe!